Warum dem Tee von den Azoren die Zukunft gehört

Angefangen mit einer Orangenplantage hat Familie Motta im Jahr 1870 die ersten Teeblätter auf den Azoren angepflanzt. Nach knapp 150 Jahren ist aus ein paar Teeblättern die älteste Teeplantage Europas geworden und eine der wenigen, die noch in Familienbetrieb ist. Leiterin Madalena Motta zeigt in der kürzlich erschienenen Dokumentation das Leben auf der Teeplantage und den Prozess von der Teeernte bis zum fertigen Endprodukt.

Doch was ist das Besondere am sogenannten Azorentee von Cha Gorreana?

Schaut man sich die klimatische Lage der Teeplantage auf den Azoren an, so wird deutlich, dass diese nahe am Meer gelegen ist und es auf der gesamten Insel Sao Miguel keine Schädlinge gibt. Daher kommt die Teepflanze auf den Azoren ohne Pestizide aus und der Tee ist aufgrund des sauren Bodens frisch und „einfach zu trinken“. Auch den bitteren Geschmack, den man in der Regel von Grüntees kennt, sucht man bei den Grüntees von Cha Gorreana vergebens. Der Tee lässt somit auch längere Ziehzeiten zu ohne stark bitter oder ungenießbar zu werden.

Älteste Teeplantage Europas

Außerdem gehen von dem Azorentee keine Gefahren bezüglich vorhandener Giftstoffe aus. Wie bereits in mehreren Tests nachgewiesen wurde, sind ein Großteil aller Grüntees, die es hier in Deutschland zu kaufen gibt, mit Schadstoffen belastet und können bei regelmäßigem Konsum oder falscher Ziehzeit/zu niedriger Aufgusstemperatur dem Körper schaden. Vor dem Aspekt, dass Grüntees eigentlich gesund sein sollten, sind wir froh mit dem Tee von Cha Gorreana einen Grüntee gefunden zu haben, der es uns erlaubt sorgenfrei Grüntee zu konsumieren und unserem Körper etwas Gutes zu tun.

Ein weiterer Aspekt, der den Azorentee so besonders macht, ist das Arbeitsumfeld auf den Azoren. Teepflücker auf den Azoren verdienen laut Madalena Motta ungefähr 1.200€ im Monat, was verglichen mit Teepflückern in Asien (teilweise 1€/Stunde) wesentlich mehr ist. Das merkt man auch an der Qualität des Tees, denn guten Tee erkennt man auch an einer guten Pflege der Teepflanze. Wie in der Dokumentation von der Deutschen Welle zu sehen ist, werden die Teeblätter sogar noch in alten Maschinen von vor über 100 Jahren verarbeitet, während andere Teeproduzenten bereits ihre dritte Maschine in 10 Jahren entsorgen müssen.

Man kann also sagen, dass Cha Gorreana genau weiß auf was es in der heutigen Welt ankommt. Neben fairer Bezahlung, der Vermeidung von Pflanzenschutzmitteln und dem bedachtsamen Einsatz von neuen Ressourcen, ist Cha Gorreana eine Antwort auf das, was viele Zurzeit suchen. Mit einer Frau an der Spitze der Teeplantage wird dieses Bild weiter gestärkt und zeigt wie fortgeschritten Cha Gorreana und die Menschen vor Ort bereits sind. Die Leidenschaft und die Liebe zum Tee ist bei Madalena Motta auf jeden Fall zu spüren und auch deshalb freut es uns umso mehr mit solch großartigen Menschen zusammenarbeiten zu können.   

Quelle Fotos: Cha Gorreana


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